Buick Riviera

Anfang der 1960er Jahre präsentierte der amerikanische Automobilhersteller General Motors (GM) ein Sportcoupé mit einer Motorhaube, die nie aufhören wollte, einem hubraumstarken Achtzylinder mit enormem Gepäckabteil, langem Kofferraumdeckel und einem üppig ausgestatteten Innenraum. Der Zweitürer Buick Riviera wurde zwischen 1963 und 1998 in den USA produziert und erreichte über das Händlernetz von GM auch den europäischen Raum.

GM bietet jeder Generation etwas
Zwischen 1963 und 1965 erschien der Riviera mit vielen Ausstattungsmerkmalen des Sportwagenbaus. Dazu gehörten eine angeschrägte Kühlerfront, vier Rundscheinwerfer und rahmenlose Seitenscheiben. Die Buick Riviera Sportcoupés wurden mit einem so genannten Boattailheck gefertigt, dass sich mit üppigen Wölbungen und einem asymmetrisch zugeschnittenen Rückfenster zeigte. Ende der 70er Jahre verbaute man kleinere V6-Motoren mit einem Hubraum von 3,8 Liter.

Kastendach und Flunderform
In den 1970er und 1980er Jahren zeigte sich der Buick Riviera vom Design dem Mainstream und Limousinenbau angepasst. Typisches Merkmal war in der bis 1993 gefertigten Generationen das hohe Dach mit dem steilen Abschluss. In den letzten Produktionsjahren von 1994 bis 1998 präsentierte sich der Riviera mit einer Karosserie in einer stromliniengünstigen Flunderform.

Chronologischer Überblick

1963-1965
Das vom Chefdesigner Bill Mitchell entworfene Modell gilt als Konkurrent des viersitzigen Ford Thunderbird und soll den europäischen Luxusmarkt erobern.
1965-1970

Im Herbst 1965 kam bei gleichbleibender Technik eine überarbeitete Karosserie mit neuer Motorisierung auf den Markt. Der Käufer kann zwischen dem Basismodell oder dem Riviera GS mit Sportfahrwerk, Sperrdifferenzial und Sportreifen wählen. Insgesamt produzierte Buick 227.669 Exemplare.
1970-1973

1970 kommt das Modell mit einem spitz zulaufendem „Boattail“-Heck auf den Markt, das in den drei Produktionsjahren 101.618 Mal produziert wurde.
1973-1976

Bei der vierten Generation wurden wieder ein gewöhnliches Stufenheck und Rechteck-Doppelscheinwerfer verbaut. Allerdings wurden in diesen drei Jahren nur 54.741 Exemplare gebaut.

1976-1978
Angetrieben wird das Modell von einem 5,7-Liter-V8 Motor mit Vierfachvergaser und 157 PS (115 kW). Auf Wunsch ist ein von Oldsmobile zugelieferter 6,6-Liter-V8 mit 188 PS (138 kW) möglich. Gebaut wurde dieses Modell 46.673 Mal.
1979-1985
Erstmals präsentierte sich das Fahrzeug 1979 mit einem Frontantrieb und Einzelradaufhängung an der Hinterachse. Das Basismodell bot einen 5,7-Liter-V8 Motor mit einer Leistung von 115 kW. Lieferbar war ebenfalls der Riviera S-Type mit einer 172 PS (126 kW) starken Vierfachvergaser-Version des hauseigenen turbogeladenen 3,8-Liter-V6 Motors. Im Frühjahr 1982 kam erstmals in einer Auflage von 500 Modellen ein Riviera-Cabriolet auf den Markt.
1985-1993
Angeboten wurden nur Coupés als Grundmodell und ein sportlicher T-Type, der von einem eingespritzten 3,8-Liter-Saugmotor-V6 (142 PS/103 kW, ab 1987 152 PS/112 kW) angetrieben wurde. Dem Facelift von 1989 ist die breitere C-Säule und eine um knapp 30 cm verlängerte Heckpartie zu verdanken. Die Leistung des 3,8-Liters stieg auf 167 PS (123 kW), ehe 1991 der 172 PS (126 kW) starke Motor und eine elektronische Viergangautomatik verbaut wurde. Insgesamt liefen 119.748 Exemplare vom Band.
1994-1998
Anfang 1994 erschien ausschließlich ein Frontantriebs-Coupé mit einem 3,8-Liter-V6 (208 PS/153 kW) Saugmotor. Lieferbar war eine Kompressorvariante mit 228 PS (168 kW), gepaart mit einer elektronisch gesteuerten Viergangautomatik. 1996 stieg die die Leistung der Kompressorversion auf 243 PS (179 kW). Ende 1998, nach insgesamt rund 90.000 Exemplaren, wurde die Produktion eingestellt.

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